Sinusbodenelevation Sinuslift

Was versteht man unter Sinusbodenelevation / Sinuslift

Die Sinusbodenelevation ist ein Verfahren um den Knochen in vertikaler Richtung zu verdicken. Die sprachgebräuchliche Kurzform von Sinusbodenelevation heißt Sinuslift.

Die Kieferhöhlenschleimhaut wird hierbei vom Kieferhöhlenboden (Sinusboden) gelöst und entweder Knochenersatzmaterial oder ein Gemisch mit autologem Knochen in den entstandenen Raum eingebracht.

Welche Ausgangssituation liegt beim Sinuslift vor

Wenn bei einem Patienten ein Zahn fehlt, gibt es die Möglichkeit, diesen mit einem  Implantat zu ersetzen. Allerdings muss für solch eine Implantation ein ausreichendes Knochenangebot in Breite und Höhe vorhanden sein. In der Regel ist dies im hinteren Oberkieferbereich nicht der Fall. Hierbei hat sich der Sinuslift als eine gute Methode zum   Knochenaufbau herausgestellt.

Wie wird der Sinuslifts durchgeführt

Die Sinuslift-Methode läuft folgendermaßen ab:

  1. örtliche Betäubung der behandelnden Stelle
  2. die Schleimhaut wird geöffnet
  3. Man unterscheidet hier den internen und den externen Sinuslift
  4. Beim internen Sinuslift wird vom Kieferkamm in Richtung Kieferhöhle gebohrt.
  5. Die sich am Boden der Kieferhöhle befindende Schleimhaut wird nun vorsichtig mit speziellen Instrumenten(Osteotomen) mit klopfenden Bewegungen nach oben hin vom Knochen abgelöst. Dies ist der eigentliche Sinuslift (intern).
  6. Nun kann das Implantat gesetzt werden.
  7. beim externen Sinuslift, der bei ganz geringem vertikalem Knochenangebot durchgeführt wird, wird die Kieferhöhlenwand durch ein Fenster von außen eröffnet und die Schleimhaut abpräpariert. Dies geschieht hier unter Sicht.
  8. Jetzt kann für den Sinuslift körpereigener Knochen, der meistens aus der Mundgegend (Bohrspäne) genommen wird, zwischen der abgehobenen Schleimhaut und dem Kieferknochen eingesetzt werden.
  9. Dieser zugefügte Knochen soll nun neu einwachsen. Dies dauert i.d.R. 6 Monate.
  10. Zum Schluss der Sinuslift-Operation wird die Mundschleimhaut geschlossen bzw. die Öffnung zur Kieferhöhle zusätzlich mit einer Membran verschlossen.

Welche Alternativen gibt es zu körpereigenem Knochen

Knochenersatzmaterialien können bestehen:

  1. aus bestimmten tierischen Knochen
  2. aus bestimmten Algenarten
  3. aus industriell künstlich hergestellten Substanzen.

Risiken bei einer Sinuslift-Operation

Natürlich besteht beim Sinuslift wie bei anderen Operationen die Gefahr, dass Blutgefäße Nerven und andere Strukturen verletzt werden und sich anschließend entzünden. Des Weiteren ist beim Sinuslift die Gefahr gegeben, dass die Kieferhöhlenschleimhaut beim Bohren oder Abheben verletzt oder sogar durchstoßen wird. In so einem Fall kann die Sinuslift Operation nicht mehr erfolgreich durchgeführt werden, da der Knochenaufbau erheblich eingeschränkt ist. Bei so einer Problematik kann häufig nicht einmal die Implantation erfolgreich durchgeführt werden. In der Regel ist ein Sinuslift jedoch eine erfolgreiche Operationstechnik und ermöglicht die Implantation im hinteren Oberkiefer mit reduziertem Knochenangebot.

Zahnarztpraxis Bremen Dr. Inga Boehncke
Bürgermeister-Spitta-Allee 7e – 28329 Bremen

Telefon04 21 – 23 27 22
Fax04 21 – 16 87 196
Emailinfo@zahnarztbremen.eu
Webzahnarztbremen.eu